Dienstag, 28. Mai 2013

26.Tag - Dienstag 28.Mai 2013

26.Tag - Dienstag 28.Mai 2013

Noch 3x Schlafen und dann "Lausi is coming home"...

Heute hat es mit dem Ausschlafen besser geklappt - die Gardinen und Fenster waren zu, und so konnten Tageslicht und Baulärm mich nicht vorzeitig stören.
Der 08:00 Uhr Termin (4-Zellenbad) dauert nicht lange und ich bin pünktlich um 08:16 Uhr beim "Abschiedsfrühstück" mit Manuela und Uwe. Die beiden werden mir echt fehlen hier! Es war immer unkompliziert, lustig und gut für positive Gedanken/Stimmung...
Wir wollen in Verbindung bleiben - na ich werde auf jeden Fall gleich heute mal eine E-Mail abschicken - dann ist der erste Schritt schon mal getan...
09:30 Uhr ist Abschlussuntersuchung bei der Ärztin vom Anreisetag. Das geht schnell. Sie fragt, wie es jetzt mit meinen Beschwerden aussieht. Beschwerden? Hab ich keine. Die 20-Jahre-alten Symptome sind heute aktuell schlechter als am Anreisetag - aber was hat das zu bedeuten? Die Ursachen kann mir eh keiner nennen und ändern können wir das auch nicht. Also sage ich: "Alles gut!" Das versteht sie und ist zufrieden. Und ich kann gehen. Hm. Auch gut. Ich hatte auch nicht mehr erwartet.
Jetzt ab zur Gewichtskontrolle. Die Waage zeigt 68,5 kg. Na ja - ist jetzt nicht so das riesige Erfolgserlebnis - aber okay. Die Schwester trägt in die Akte: 58,5 kg ein. Da muss ich einschreiten und korrigieren. Sie schaut mich an und meint: "Wo ham'se die denn?" Ich nehm's als Kompliment. Muskeln sind ja wohl schwerer als Fett... ;-)
Weiter geht es mit Einzel-KG. Das verfolgt mich echt bis zum Schluss! Heute zeigt sie mir wie unterentwickelt meine schrägen Bauchmuskeln sind. Na fein! Ich komme sogar ins Schwitzen! Das war so nicht vorgesehen! ;-)
12:00 Uhr muss ich zum MTT. Bleibt die Frage "Vorher oder nachher essen?" Ich entscheide mich für die schnelle vorher-Variante... da ist nicht soviel Zeit zum traurig sein. Das Essen kommt schnell wie immer. Aber dann spricht mich die nette Servicekraft an und fragt, ob ich mit noch jemandem hier so zusammen bin, damit sie mich entsprechend umsetzen kann. "Da sitzen Sie nicht so alleine am Tisch!" Das ist sehr nett, aber leider weiß ich den Namen von "dem Netten" aus der Rückengruppe nicht. :-( Kurz danach kommt die zweite Servicekraft - und streichelt mich am Arm: "Mensch jetzt sitzen Sie janz alleene! Das hat so jut jepasst mit den Beeden hier am Tisch." JA, JA - ICH WEISS! Und bin eh schon fast am heulen - bitte nicht noch mehr darüber sprechen und nachdenken! Ich schaff das schon die letzten Tage... 
Gut, dass ich mich beeilen muss!

MTT - wie immer. Programm abgespult. Gut.
Dann ist auch schon Zeit für den letzten Termin heute. Rückenmassage! :-)
Zu meinem - inzwischen schon chronischen - Schmerzpunkt links ist ein neuer auf der rechten Seite hinzugekommen - na prima! Und das nach 4 Wochen Sport, ausschlafen und fehlender Schreibtisch-Arbeit! Was soll ich denn noch tun? :-(
Na egal - jetzt gönne ich mir erst einmal einen heißen großen "Löskaffee" und lese gemütlich mein aktuelles Buch aus. "Mein sanfter Zwilling" von Nino Haratischwili lässt mich am Ende sehr nachdenklich und auch verwirrt zurück. Noch nie habe ich so ein andersartiges Buch mit einer solchen Geschichte über eine große Liebe und fatale Leidenschaft in einem irren Familiendrama gelesen... kann ich auch als Lesetipp empfehlen!
Jetzt ist es drei. Draußen ziehen dunkle Wolken auf. Gilt das heute als Ausrede? Nein! Ich schlüpfe in meine Laufsachen, "verstöpsle" mich und laufe los. Es bleibt trocken, aber es stürmt. Es schleicht sich so ein gutes "Gefühl von Leben" ein - das muss am Sauerstoff liegen! ;-) DÄ mit "Wo ist das Problem?" feuern mich an und es läuft gut bzw. ich laufe gut. Ist natürlich nicht mit 43,5 km Rennsteig-Marathon zu vergleichen. Ich komme auch nicht auf 1.400 Höhenmeter. Aber für mich ist die neue Zeit von 01:10 h okay und ich bin froh, dass ich den inneren Schweinehund überwunden habe. Auf dem Rückweg treffe ich "den Netten" (mal sehen, ob ich bis Freitag seinen Namen rausbekomme) und frage ihn, ob an seinem Tisch noch ein Platz frei ist - leider nein. Schade! Aber wir verabreden und schon mal für Donnerstag zum Abschiedskaffee! Na da ist doch was, worauf ich mich freuen kann. Das geht auch ohne Namen... ;-)
Es folgt das übliche: duschen, Sportsachen waschen, spritzen (lassen) und schnelles einsames Abendbrot. Ich stelle erneut fest, dass ich nicht für das Alleinsein geschaffen bin. Meine Familie, Freunde und Kollegen --- fehlen mir!
Kurz nach sechs bin ich schon wieder im Zimmer. Das bedeutet ein ziemlich langer Abend liegt vor mir. Hm. Ich gehe doch noch einmal zum Postfach, vielleicht liegt ja noch eine wichtige "Abschlussinfo" drin. Außerdem kann ich mir gleich meinen Pfefferminztee für heute Abend holen. Bier ist nämlich alle! :-(
Blick ins Postfach: oh! ein Brief! Ich schließe auf und nicht ein Brief sondern DREI liegen drin! Keine Postkarten - nein BRIEFE! :-D Damit ist der Abend gerettet! Mit meinem Tee setze ich mich gemütlich auf mein Bett und zelebriere das Öffnen und Lesen. Ganz langsam, mit Genuss! Zuerst die lieben Zeilen von meinem Kollegen, dann den Brief von meiner Mutti. Sie ist auch ein wenig einsam ohne mich - aber wir haben es ja bald geschafft! Zum Schluss der Umschlag vom Baby! Da hab ich dann sogar ein wenig Pippi in den Augen. Sie ist soooooo lieb! 
Und dann klingelt mein Handy --- mein Baby ist dran! Sie kann auch Gedanken lesen! ;-)
Wir schwatzen eine Weile und sie lenkt mich gut, von meinen trüben Gedanken ab... Wir freuen uns auf unser Treffen am Freitag! 
Und schon ist die Zeit bis zu den Nachrichten geschafft... 

Zeit für ein erstes Fazit - da ich nicht mehr mit Post in den letzten zwei Tagen rechne: 15 Briefe und 17 Postkarten - macht 32 altmodische handgeschriebene Grüße in 26 Tagen! Zieht man die 4 Sonntage ab, macht das für jeden Tag hier einen und jeden zweiten Tag sogar zwei liebe Grüße! Ihr seid super! Und der Blog war scheinbar eine ziemlich gute Idee!
;-)



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